Unser Rechner ermittelt die Heizlast Ihres Gebäudes nicht aus pauschalen Richtwerten, sondern aus Ihrem tatsächlichen Gasverbrauch und den echten Wetterdaten Ihrer Region. Das Ergebnis ist deutlich genauer als eine Schätzung nach Baujahr und Wohnfläche allein.
1. Wetterstation finden: Anhand Ihrer Postleitzahl wird automatisch die nächstgelegene Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bestimmt – aus über 1.500 Stationen deutschlandweit.
2. Temperaturen abrufen: Für Ihren Abrechnungszeitraum werden die tatsächlichen Tagestemperaturen dieser Station geladen. So wissen wir genau, wie kalt es bei Ihnen wirklich war.
3. Warmwasser herausrechnen: Nicht Ihr gesamter Gasverbrauch fließt in die Heizung – ein Teil geht für Warmwasser drauf. Der Rechner trennt beides voneinander, damit nur die reine Heizenergie in die Berechnung eingeht.
4. Wärmeverlust bestimmen: Aus dem Verhältnis von Heizenergie und Außentemperatur ergibt sich, wie viel Wärme Ihr Gebäude pro Grad Temperaturunterschied verliert – der sogenannte Wärmeverlustkennwert.
5. Heizlast hochrechnen: Mit diesem Kennwert wird berechnet, welche Heizleistung am kältesten Tag des Jahres (der sogenannten Norm-Außentemperatur Ihres Standorts) benötigt wird. Das ist Ihre Heizlast.
Alle verwendeten Wetterdaten kommen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) und werden über die offene Schnittstelle Bright Sky bereitgestellt. Die Norm-Außentemperaturen basieren auf der DIN/TS 12831 – dem anerkannten Standard für Heizlastberechnungen in Deutschland.
Die Zuordnung Ihrer Postleitzahl zur nächsten Wetterstation erfolgt über 8.298 hinterlegte PLZ-Koordinaten. So ist sichergestellt, dass die Wetterdaten tatsächlich zu Ihrem Standort passen.
Herkömmliche Faustformeln schätzen die Heizlast nur nach Baujahr und Wohnfläche. Ein Haus Baujahr 1975 könnte demnach 100–130 W/m² haben. Aber: Wurde das Dach gedämmt? Sind neue Fenster eingebaut? Hat das Gebäude eine kompakte oder verwinkelte Form?
All das steckt bereits in Ihrem tatsächlichen Gasverbrauch. Zusammen mit den echten Außentemperaturen ergibt sich ein Bild, das den realen energetischen Zustand Ihres Gebäudes widerspiegelt – einschließlich aller bereits durchgeführten Sanierungen.
Hinweis: Dieses Tool liefert eine fundierte Abschätzung auf Basis realer Daten. Für eine normgerechte Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 (raumweise, mit U-Werten und Lüftungsverlusten) wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Energieberater. Gerne unterstützen wir Sie dabei – nehmen Sie Kontakt auf.